Was ist alt-katholisch? - Die Lehre

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Die Lehre
Getreu ihrer Verpflichtung auf die alte und ganze Kirche anerkennt die alt-katholische Kirche als einzige Bekenntnisgrundlage den Glauben der ganzen Kirche, wie er im apostolischen und nicänischen Glaubensbekenntnis und in den allgemein anerkannten dogmatischen Entscheidungen der allgemeinen Konzilien des ersten Jahrtausends ausgesprochen ist. Das heißt für sie nicht, dass mit dem altkirchlichen Dogma die Grenze jeglicher Lehrbildung erreicht ist, wohl aber, dass die Lehrmeinungen der späteren Teilkirchen - wie die über Rechtfertigung und Gnade, Kirche und Sakrament - in innerer Übereinstimmung stehen müssen mit den Grunddogmen der alten Kirche. Über der Kirche steht Jesus Christus selbst. Seine Stimme, die uns im Zeugnis der Heiligen Schrift unmittelbar entgegentritt, kann nur in der freien Entscheidung des Glaubens und des Gewissens entgegengenommen werden. Die Kirche muss, um Kirche Christi zu sein, frei sein zur Bindung an das Wort ihres Herrn. Darum verbindet die alt-katholische Kirche mit dem Prinzip der katholischen Gebundenheit an die altkirchliche Tradition das der evangelischen Freiheit.